Ich brauche schnell ein Auto für einen gerade hereinbekommenen Termin. Kurz über Internet gebucht, 90 Minuten später bin ich da. Gemeinsam mit meinem Kollegen spekuliere ich: Erhöht die kurzfristige Buchung unsere Chancen auf ein Update? Sind alle Autos der gewählten Klasse ausgebucht? Oder ist es genau anders herum? „Da hab ich was Tolles für Sie: einen Peugeot 407, Diesel mit 205 PS und Automatik – ein sehr schöner Wagen.“ Also ein Update. Peugeot? Bin ich noch nie gefahren, klingt interessant. Fast 1.200 km liegen in den nächsten zwei Tagen vor uns.
Rote Ledersitze – naja. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Der erste Eindruck vom Fahrgefühl ist gut. Der Wagen reagiert spontan und liegt angenehm auf der Straße. Man spürt das etwas straffer abgestimmte Fahrwerk – trotzdem ist es auch auf der langen Strecke auf der Autobahn noch recht komfortabel. Zum Glück hat der Wagen eine Geschwindigkeitsregelanlage – eine meiner liebsten Extras. Die Funktion der 5 Knöpfe erschließt sich schnell und der Hebel liegt optimal um entspannt über die Autobahn zu gleiten. Am Lenkrad gibt es keine Knöpfe wie sonst heutzutage üblich, sondern diese sind dahinter auf zwei extra Hebeln angebracht. Eine merkwürdige Entscheidung, denn dadurch sind sie schlechter zu erreichen.
205 PS soll der Wagen haben? Davon merke ich nur wenige. Ein BMW 320d zieht besser. Der große Farbbildschirm in Kombination mit den etlichen, kleinen Knöpfen ist schwer verständlich und während der Fahrt viel zu umständlich. Die Sitze sind bequem – aber wieso wackelt meiner jedes Mal, wenn ich mich bewege? Die Fensterheber sind so ungünstig weit hinten angebracht, dass ich mich verrenken muss, um mein Fenster zu öffnen und mein Mitfahrer seines ausversehen mehrmals öffnet. Insgesamt gefallen mir Ergonomie und Bedienkonzept nur eingeschränkt. Besonders lustig zum Beispiel der SIM-Karten Slot. Nach 5 Minuten erfolgloser Suche konsultieren wir das Handbuch – nichts. Durch Zufall fällt meinem Mitfahrer ein winziger Knopf oberhalb einer kleinen Abdeckung auf– hierbei scheint es sich um den Slot zu handelt. Nochmal im Handbuch geschaut – ah, unter Multimedia steht es. Genau. „Drücken Sie den Knopf mit einem Bleistift ein.“ Ja toll – wer hat sich denn so etwas ausgedacht. Irgendwie klappt es schließlich dann doch. Oh – nach kaum 500 km muss ich zur Zapfsäule – und das bei moderater Fahrweise. 12 l pro 100 km sollen es im Durchschnitt gewesen sein - viel zu viel für den Diesel-Motor. Ein Blick draußen offenbart zudem schon deutliche Verwitterungsspuren am Lack. Nach 12.000 km Laufleistung bei einem fast neuen Mietwagen bedenklich.
Fazit: Mein Bruder, der sich den Wagen kurz ganz neugierig näher angeschaut hat, sagte anschließend passend: Manche Autos sind einem auf Anhieb sympathisch, andere nicht. Und der Peugeot 407 Coupé ist es leider nicht.
Abgabeschmerzen: keine
Donnerstag, 26. Februar 2009
Samstag, 21. Februar 2009
Ford SMax
"Heute hab ich einen Ford SMax für Sie." Ach bitte nein. Ein Riesenteil. Haben Sie nicht was kleineres? Ich bin kein Freund der großen, hohen Autos auf Autobahnen - insbesondere wenn wir nur zu zweit unterwegs sind. "Nein, leider nicht." Also gut, los geht's.
Bisher hatte ich durchweg gute Erfahrungen mit Ford. Sicher, so angenehm wie die deutschen Premiumhersteller fährt der SMax nicht, aber dafür kostet er auch deutlich weniger. Für ein so hohes Auto fährt sich der Wagen angenehm agil und sportlich, die Handschaltung und Kupplung funktionieren butterweich und angenehm. Der Motor zieht schön an und fährt sich sehr dynamisch. Das Fahren macht fast sogar (ganz vielleicht) etwas Spaß. Bei moderater Fahrweise ist der Wagen erstaunlich sparsam, wird es etwas flotter wandelt er sich aber zum richtigen Schlucker -vermutlich ein Tribut an die Bauform. Die Verarbeitung ist einfach aber ordentlich. Das silberne Plastik der Mittelkonsole ist definitiv keine gute Wahl. Es sieht billig aus und zerkrazt schnell. Die Handbremse ist innovativ gestyled - lustig, aber ein Dreckfänger.
Eine richtig angenehme Überraschung gibt es bei der Bedienung: Alles ist auf Anhieb gut verständlich. Das sehr kleine Display des Navi erweist sich als hervorragend und ausreichend. Und vom Bedienkonzept sind sowohl Radio als auch Navi mit das Beste, was ich bisher in einem Wagen hatte. Alles erschliesst sich einem sofort und ist durch die Bedienelemente zügig und einfach umzusetzen. Man merkt, dass sich hier jemand eine Menge Gedanken gemacht hat, wie alles schnell und effektiv bedient werden kann. Telefon per Bluetooth? Eine Sache von wenigen Sekunden. Da hatte ich schon ganz andere Erfahrungen. Am Rande: Als einziges mir bekanntes Gerät liest das Radio nicht nur MP3-Tags korrekt aus sondern zeigt auch alle Radio-Zusatzinformationen korrekt an - Hut ab.
Fazit: Vom Format ganz sicher nicht mein Auto. Aber hier wurde ich richtig positiv überrascht. Sollte ich mich einmal in diesem Segment umsehen, wird der SMax sicherlich eine Überlegung wert sein. Und beim nächsten mal als Mietwagen, sträube ich mich auch nicht.
Abgabeschmerzen: keine
Bisher hatte ich durchweg gute Erfahrungen mit Ford. Sicher, so angenehm wie die deutschen Premiumhersteller fährt der SMax nicht, aber dafür kostet er auch deutlich weniger. Für ein so hohes Auto fährt sich der Wagen angenehm agil und sportlich, die Handschaltung und Kupplung funktionieren butterweich und angenehm. Der Motor zieht schön an und fährt sich sehr dynamisch. Das Fahren macht fast sogar (ganz vielleicht) etwas Spaß. Bei moderater Fahrweise ist der Wagen erstaunlich sparsam, wird es etwas flotter wandelt er sich aber zum richtigen Schlucker -vermutlich ein Tribut an die Bauform. Die Verarbeitung ist einfach aber ordentlich. Das silberne Plastik der Mittelkonsole ist definitiv keine gute Wahl. Es sieht billig aus und zerkrazt schnell. Die Handbremse ist innovativ gestyled - lustig, aber ein Dreckfänger.
Eine richtig angenehme Überraschung gibt es bei der Bedienung: Alles ist auf Anhieb gut verständlich. Das sehr kleine Display des Navi erweist sich als hervorragend und ausreichend. Und vom Bedienkonzept sind sowohl Radio als auch Navi mit das Beste, was ich bisher in einem Wagen hatte. Alles erschliesst sich einem sofort und ist durch die Bedienelemente zügig und einfach umzusetzen. Man merkt, dass sich hier jemand eine Menge Gedanken gemacht hat, wie alles schnell und effektiv bedient werden kann. Telefon per Bluetooth? Eine Sache von wenigen Sekunden. Da hatte ich schon ganz andere Erfahrungen. Am Rande: Als einziges mir bekanntes Gerät liest das Radio nicht nur MP3-Tags korrekt aus sondern zeigt auch alle Radio-Zusatzinformationen korrekt an - Hut ab.
Fazit: Vom Format ganz sicher nicht mein Auto. Aber hier wurde ich richtig positiv überrascht. Sollte ich mich einmal in diesem Segment umsehen, wird der SMax sicherlich eine Überlegung wert sein. Und beim nächsten mal als Mietwagen, sträube ich mich auch nicht.
Abgabeschmerzen: keine
Dienstag, 17. Februar 2009
Audi A8
Dumme Terminüberschneidung. Morgens noch Verhandlungen in Süddeutschland, Nachmittags Präsentation am Niederrhein. Der Flieger kommt um 15:40 in Düsseldorf an, 20 Minuten später soll ich schon 60 km entfernt beim Termin sein. Mein Kollege vor Ort muss also gut ablenken. Hoffentlich bekomme ich wenigstens einen schicken Wagen.
"Ich gebe Ihnen einen A8." A8? Oberklasse von Audi? Ich kann mir mein Grinsen schlecht verkneifen und hechte zum Wagen. A8. 4.2 TDI. Schwarz. Sport. Schick. Das gefällt mir. Rein geht's und ab in den Berufsverkehr und in den Stau - na toll. Der Termin läuft gut, anschließend geht's zu zweit zurück nach Hause - 600 km über die Autobahn.
Die Sitze sind hervorragend und bequem, die Verarbeitung bis ins Detail spitze. Man merkt, dass das Design vom Auto schon etwas älter ist und in diesem Jahr der Nachfolger vor der Tür steht. Und ich fühle mich auch 1-2 Jahrzehnte älter. Irgendwie fühle ich mich fehlplatziert. Irgendwie gehöre ich hier (noch) nicht rein. Was nichts daran ändert, dass der Wagen großen Spaß macht. Der Motor ist fantastisch und beschleunigt toll. Bei 250 würde abregelt. Leider machen da die Winterreifen (210 Max) einen Strich durch die Rechnung. Am Ende stehen sehr moderate 9l/100km auf der Quittung - absolut spitze für den Motor und unsere Durchschnittsgeschwindigkeit.
Als großer Fan von Geschwindigkeitsregelanlagen fällt mir sofort ein Extra auf, von dem ich schon mehrfach gelesen habe, dem ich aber nie viel Aufmerksamkeit geschenkt habe. Die "aktive" Geschwindigkeitsregelanlage. Was mag das sein? Der Wagen passt automatisch die Geschwindigkeit dem vorausfahrenden Fahrzeug an, bremst ggf. ab und beschleunigt bei freier Bahn bis auf die eingestellte Wunschgeschwindigkeit. Fantastisch! So ein entspanntes Fahren habe ich selten erlebt. Man braucht nur noch leicht lenken und sich zurückzulehnen. Ich kann nur davon träumen, wie sich das in Kombination mit der ebenfalls erhältlichen Spurkontrolle ausmacht. Dann wird man nur noch unsanft vom Warnton aufgeweckt, falls ein Fahrzeug zu schnell in den Bereich vor dem Wagen eingefahren ist und sich die Anlage überfordert fühlt. Ab wann das wohl der Fall ist? Wir spielen kurz mit dem Gedanken, das einmal auszutesten, lassen es dann doch aber lieber sein.
Fazit: Ein tolles Auto, das zu fahren, viel Spaß gemacht hat. Eines von den Autos, die einen definitiv verderben.
Abgabeschmerzen: merklich
"Ich gebe Ihnen einen A8." A8? Oberklasse von Audi? Ich kann mir mein Grinsen schlecht verkneifen und hechte zum Wagen. A8. 4.2 TDI. Schwarz. Sport. Schick. Das gefällt mir. Rein geht's und ab in den Berufsverkehr und in den Stau - na toll. Der Termin läuft gut, anschließend geht's zu zweit zurück nach Hause - 600 km über die Autobahn.
Die Sitze sind hervorragend und bequem, die Verarbeitung bis ins Detail spitze. Man merkt, dass das Design vom Auto schon etwas älter ist und in diesem Jahr der Nachfolger vor der Tür steht. Und ich fühle mich auch 1-2 Jahrzehnte älter. Irgendwie fühle ich mich fehlplatziert. Irgendwie gehöre ich hier (noch) nicht rein. Was nichts daran ändert, dass der Wagen großen Spaß macht. Der Motor ist fantastisch und beschleunigt toll. Bei 250 würde abregelt. Leider machen da die Winterreifen (210 Max) einen Strich durch die Rechnung. Am Ende stehen sehr moderate 9l/100km auf der Quittung - absolut spitze für den Motor und unsere Durchschnittsgeschwindigkeit.
Als großer Fan von Geschwindigkeitsregelanlagen fällt mir sofort ein Extra auf, von dem ich schon mehrfach gelesen habe, dem ich aber nie viel Aufmerksamkeit geschenkt habe. Die "aktive" Geschwindigkeitsregelanlage. Was mag das sein? Der Wagen passt automatisch die Geschwindigkeit dem vorausfahrenden Fahrzeug an, bremst ggf. ab und beschleunigt bei freier Bahn bis auf die eingestellte Wunschgeschwindigkeit. Fantastisch! So ein entspanntes Fahren habe ich selten erlebt. Man braucht nur noch leicht lenken und sich zurückzulehnen. Ich kann nur davon träumen, wie sich das in Kombination mit der ebenfalls erhältlichen Spurkontrolle ausmacht. Dann wird man nur noch unsanft vom Warnton aufgeweckt, falls ein Fahrzeug zu schnell in den Bereich vor dem Wagen eingefahren ist und sich die Anlage überfordert fühlt. Ab wann das wohl der Fall ist? Wir spielen kurz mit dem Gedanken, das einmal auszutesten, lassen es dann doch aber lieber sein.
Fazit: Ein tolles Auto, das zu fahren, viel Spaß gemacht hat. Eines von den Autos, die einen definitiv verderben.
Abgabeschmerzen: merklich
Samstag, 3. Januar 2009
Audi R8 VS Porsche 911 Turbo
Der Vater meiner Freundin schlägt sich schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken, ein neues Auto zu kaufen. Nach Neujahr sagt er auf einmal: "Let's go, let's buy a car." In Südkalifornien darf es natürlich nicht irgendein Auto sein. Und getreu dem Motto, nur das stärkste ist stark genug kommen in die engere Wahl: Porsche 911 Turbo, Audi R8, Mercedes C63 AMG und SL65 AMG.
Die letzten beiden haben wir schnell aussortiert - es soll schon ein richtiger Sportwagen sein, nicht ein Straßenwagen, der so tut als wäre er einer. Zu schwer, zu behäbig in den Kurven.
Als Deutscher ist natürlich meine "German Experience" gefragt und die genetische Verankerung meines (natürlich sehr tiefen) Autoverständnisses wird postuliert. Also komme ich in den Genuß, sowohl den R8 als auch den Turbo intensiv Probefahren zu dürfen.
Los geht's mit dem R8. Wir alle sind uns einig: das ist eines der schönsten Autos, die wir kennen. Insbesondere der "Bud" ist unglaublich "sexy". Ich sitze im Auto und lasse das Triebwerk an - ein umwerfender Sound. Untermalt von einem leisen Zischen - fast wie im Flugzeug. Los geht der Spaß mit dem 300-irgendwas PS Boliden auf den Freeways die Testfahrt zu machen. Bei 65 mph Geschwindigkeitsbegrenzung. Yay! Man fühlt sich innen gleich zuhause. Ein Audi. Viel gemeinsames, aber dennoch genug anders um irgendwie besonders zu sein. Das Auto fährt sehr angenehm. Viel sanfter als ich zuvor dachte. Wenn man das Gaspedal normal bedient, könnte man fast glauben, man sitzt in einem normalen Wagen. Und als besonderes Extra gibt's eine metallene Platte in der Gangschaltung, die bei jeder Berührung beim Schalten klickt - Wahnsinn! Sobald man etwas mehr Gas gibt, geht's los. Das Auto macht unglaublich viel Spaß. Und es sieht so unglaublich gut aus.
Runter nach San Diego. Dort gibt's einen schwarzen Porsche Turbo - genau so, wie er gewünscht wird. Der Verkäufer ist Profi. Er versteht es, ein Wertgefühl um das Auto herum aufzubauen, dagegen kann sich der Audi-Verkäufer nur noch warm anziehen. Probefahren darf nur der potentielle Käufer - und auch nur nach intensiven Fragen nach Vorerfahrung, Kreditwürdigkeit und Ernsthaftigkeit. Immerhin geht es hier um einen Turbo!
Die Entscheidung fällt schwer. Was sagt "the German" dazu? Ich lege los. Wahrscheinlich sind beide Autos unglaublich gut. Vielleicht ist der Turbo das bessere Auto. Aber der R8 sieht einfach zu gut aus. Ich will den R8. Wenn ich meinen Freunden erzähle, er hat sich nen Porsche Turbo gekauft, sagen die: "Oh toll." Wenn ich sage, einen R8: "Oh wow, Wahnsinn." Ich will den R8. Er ist im Moment einfach das Auto. Den Porsche Turbo wird's in dieser Form auch in 10 Jahren noch geben. Der R8 ist jetzt das Ding.
Es klappt! Nach einer Nacht Überlegungen fährt er zu Audi und will den R8 kaufen. Nach 2 Stunden kommt der Anruf: Sie haben's vergeigt. Er hatte nur eine Bedingung: Nicht über MRSP. Und die Verkäufer haben's vergeigt. Sie wollten ein paar Dollar mehr haben. Und als sie Ihren Fehler gemerkt haben, war er schon so verärgert, dass er nach San Diego gefahren ist, und den Porsche gekauft hat. Ich fasse es nicht!
So bin ich also noch in die Gelegenheit gekommen, den Porsche Turbo fahren zu können. Ein tolles Auto! Viel roher und rauher als der R8. Man hat eher das Gefühl der Kraft in dem Wagen. Auf jeden Fall die richtige Entscheidung - von zwei richtigen Entscheidungen.
Fazit: Ich nehme beide!
Abgabeschmerzen: Mein Herz hat geblutet.
Die letzten beiden haben wir schnell aussortiert - es soll schon ein richtiger Sportwagen sein, nicht ein Straßenwagen, der so tut als wäre er einer. Zu schwer, zu behäbig in den Kurven.
Als Deutscher ist natürlich meine "German Experience" gefragt und die genetische Verankerung meines (natürlich sehr tiefen) Autoverständnisses wird postuliert. Also komme ich in den Genuß, sowohl den R8 als auch den Turbo intensiv Probefahren zu dürfen.
Los geht's mit dem R8. Wir alle sind uns einig: das ist eines der schönsten Autos, die wir kennen. Insbesondere der "Bud" ist unglaublich "sexy". Ich sitze im Auto und lasse das Triebwerk an - ein umwerfender Sound. Untermalt von einem leisen Zischen - fast wie im Flugzeug. Los geht der Spaß mit dem 300-irgendwas PS Boliden auf den Freeways die Testfahrt zu machen. Bei 65 mph Geschwindigkeitsbegrenzung. Yay! Man fühlt sich innen gleich zuhause. Ein Audi. Viel gemeinsames, aber dennoch genug anders um irgendwie besonders zu sein. Das Auto fährt sehr angenehm. Viel sanfter als ich zuvor dachte. Wenn man das Gaspedal normal bedient, könnte man fast glauben, man sitzt in einem normalen Wagen. Und als besonderes Extra gibt's eine metallene Platte in der Gangschaltung, die bei jeder Berührung beim Schalten klickt - Wahnsinn! Sobald man etwas mehr Gas gibt, geht's los. Das Auto macht unglaublich viel Spaß. Und es sieht so unglaublich gut aus.
Runter nach San Diego. Dort gibt's einen schwarzen Porsche Turbo - genau so, wie er gewünscht wird. Der Verkäufer ist Profi. Er versteht es, ein Wertgefühl um das Auto herum aufzubauen, dagegen kann sich der Audi-Verkäufer nur noch warm anziehen. Probefahren darf nur der potentielle Käufer - und auch nur nach intensiven Fragen nach Vorerfahrung, Kreditwürdigkeit und Ernsthaftigkeit. Immerhin geht es hier um einen Turbo!
Die Entscheidung fällt schwer. Was sagt "the German" dazu? Ich lege los. Wahrscheinlich sind beide Autos unglaublich gut. Vielleicht ist der Turbo das bessere Auto. Aber der R8 sieht einfach zu gut aus. Ich will den R8. Wenn ich meinen Freunden erzähle, er hat sich nen Porsche Turbo gekauft, sagen die: "Oh toll." Wenn ich sage, einen R8: "Oh wow, Wahnsinn." Ich will den R8. Er ist im Moment einfach das Auto. Den Porsche Turbo wird's in dieser Form auch in 10 Jahren noch geben. Der R8 ist jetzt das Ding.
Es klappt! Nach einer Nacht Überlegungen fährt er zu Audi und will den R8 kaufen. Nach 2 Stunden kommt der Anruf: Sie haben's vergeigt. Er hatte nur eine Bedingung: Nicht über MRSP. Und die Verkäufer haben's vergeigt. Sie wollten ein paar Dollar mehr haben. Und als sie Ihren Fehler gemerkt haben, war er schon so verärgert, dass er nach San Diego gefahren ist, und den Porsche gekauft hat. Ich fasse es nicht!
So bin ich also noch in die Gelegenheit gekommen, den Porsche Turbo fahren zu können. Ein tolles Auto! Viel roher und rauher als der R8. Man hat eher das Gefühl der Kraft in dem Wagen. Auf jeden Fall die richtige Entscheidung - von zwei richtigen Entscheidungen.
Fazit: Ich nehme beide!
Abgabeschmerzen: Mein Herz hat geblutet.
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